Das 11.Mal auf Schloss Hersberg dabei!

Großes Angebot: Wandern durch Wein- und Obstgärten, Relaxen am Wasser,

Führung in der Kartause Ittingen, Privatkonzert des Stargeigers Prof. Michael Grube mit seiner Amati, Verdis Rigoletto auf der Bregenzer Seebühne, Orgelkonzert in Salem, Gespräche mit NDern am Schloss oder in Lindau – das und mehr gab es im August 2019 bei den ND-Ferien in Hersberg. Das schöne Schloss, das früher ein Gymnasium beherbergte, liegt über dem Weinberg, der B31 und dem Städtchen Immenstaad am Nordufer des Bodensees. 70 ND-Senioren, die mit Auto, Bahn oder Flugzeug gut beweglich aus allen Ecken Deutschlands gekommen waren, belegten zwei erlebnisreiche Ferienwochen lang das Schloss komplett. Gerne haben wir daher auch schon Termine für 2020 und für 2021 vereinbart.

Gemeinsam in Gruppen oder allein - ganz nach Belieben - kann man an Wanderungen bzw. Ausflügen teilnehmen oder in eigener Initiative losziehen. Die Birnau, Lindau, die Mainau, Konstanz und die Reichenau sind bevorzugte Ziele, Hagnau, Meersburg und Überlingen die Nachbarorte. Dabei war 2019 den reiselustigen NDern die neue EBC = Echt-Bodensee-Card, so heißt jetzt die Gästekarte, sehr hilfreich. Mit ihr können Bahn und Bus im Raum Bodensee-Oberschwaben-Westallgäu ohne weitere Kosten genutzt werden. Da ließ es sich schnell mal im Halb-Stundentakt ohne PKW über Friedrichshafen nach Lindau fahren; ja sogar bis Bad Schussenried im Norden, zum Bodman im Westen oder Leutkirch im Osten reicht die EBC.

Bei der vom Leitungsteam (Jochen Sonnenberg, Hansjoachim und Doris Enste, Werner Honal) organisierten Busfahrt im Doppelstöcker in die Schweiz waren 65 dabei: Das Ziel war die Kartause Ittingen,

unweit von Frauenfeld, dem Hauptort des Kantons Thurgau. Das Ittinger Museum thematisiert die Geschichte des ehemaligen Augustinerklosters und die Eigenheiten des Kartäuserordens, der zwischen 1461 und 1848 hier eine, am Kirchenbau ablesbare, wirtschaftliche Blüte erreichte, deren Grundlage der Weinanbau war. Jetzt betreibt eine Stiftung dort ein Kultur- und Bildungszentrum, zwei Hotels und das Restaurant Zur Mühle.
Der Rückweg bot noch zwei Stationen: Zunächst - noch in der Schweiz - das Napoleon-Schloss Arenenberg mit seiner 2008 wiedereröffneten, blumenreichen Parkanlage. Am Nordhang bietet sich vom Park aus ein prächtiger Blick auf den Bodensee und die Reichenau.
Die abschließende Station - hinter Konstanz wieder in Deutschland - war ein überraschend moderner Kirchenbau beim Barockschloss Hegne, das 1892 in ein Kloster der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz mutierte. In deren neuem Gästehaus St. Elisabeth wurde 2006 die Hauskapelle durch den Bildhauer Alois Landmann (pdf-Dok) künstlerisch gestaltet, bewusst reduziert auf Wesentliches. Altartisch und Ambo aus Impala-Granit in den Brennpunkten einer elliptischen Grundfläche definieren das Zentrum, auf gleicher Ebene mit dem darum versammelten Gottesvolk. An der Stirnwand kein „schönes“ Kreuz, sondern ein Tau-Zeichen, das stören und herausfordern will. Entstanden ist es aus weggeworfenen Materialien, eine „Karfreitagsarbeit“ des Künstlers Josef Bücheler, wie uns der Immenstaader Bundesbruder Ulrich Gittner erklärte.


Am Abend des eindrucksvollen Reisetags gab es einen Film zu „Kino unter Freunden“. Von mitgebrachten 17 DVDs hatten die ND-Senioren per Stimmzettel gewählt: „Die Eleganz der Madame Michel“, „Jenseits von Afrika“ sowie „Augenblick und Ewigkeit – Das Freiburger Münster“ auf Platz 3. Das waren alles Filme, die zu Nachtgesprächen vor und im Schloss animierten, bei einem Glas Wein mit dem Blick auf den Bodensee und die Schweizer Berge.

An anderen Abenden konnten interessante Vorträge von Experten aus den eigenen Reihen besucht werden. Aus dem großen Angebot wurden gewählt: ein Gespräch zur Kirche in Polen mit Dr. Theo Mechtenberg, Franz Gusindes Bildervortrag zur Himmelsscheibe von Nebra, ein Bildervortrag zum Jakobsweg in Spanien und ein Referat von Dr. Walter Schneider zum Innersten, das die Welt zusammenhält. Kurzfristig ergänzt um „Ist Wasserstoff eine sinnvolle Alternative in der Mobilität?" mir Dr. Erich Ortmaier. Als einmal eine Wanderung wegen Regens abgesagt wurde, war mehr als ein Ersatz schnell gefunden: Die Predigt des Bundesbruders Walter Kardinal Kasper in der Pontifikalmesse im Kölner Dom zu „100 Jahre ND“ bot Ernst Otto Löcherbach an, eine Basis, um sich auch mal über positive Entwicklungen im ND auszutauschen.

Die Tage in ND-Hersberg haben ein festes Gerüst und viel Platz für die Kür. Den Tag beginnt, kurz vor dem Frühstück um 8 Uhr, Bundesbruder und Pfarrer Toni Franziskus mit einer Statio, wenn er nicht, wie an Sonn- und Feiertagen, mit uns eine Messe zelebriert. Mittagessen um 12 und Abendessen um 18 Uhr strukturieren den Tag. Beide Mahlzeiten können aber, nur beim ND mit Kostenersatz, am Vortag gestrichen werden, um der Kür mehr Raum zu geben. Viermal lud Lisa Kurz vormittags zur Gymnastik und ebenso oft Marianne Sieger nach dem Abendessen zum Tanz. Dieses gern angenommene Sich-Bewegen hält ja selbst die 80 bis über 90jährigen nicht nur körperlich sondern auch geistig fit.

Für die Kür hatte die Kreativität viel Raum: Heidi Gusinde sang mit uns, Eduard Korte orgelte, die Gitarren brachten Doris Enste und Ingeborg Gatys-Gründig zum Klingen, Franz Gusinde konzertierte und unterstützte den Gesang auf der Querflöte. Egbert Jestädt aquarellierte wieder Landschaften, das Schloss

und Häuser am See; auch 2019 wurde eines seiner unverkäuflichen Aquarelle gerahmt und für einen guten Zweck verlost. Und wir feierten: Hans Jürgen Bab hatte zu seinem 90. Geburtstag eingeladen, dazu der traditionelle Sponsoren- und der Abschiedsabend: da kamen viele vertraute Lieder, selbst verfasste lustige Beiträge und Reime zusammen.
Die kreativen Fotografen lieferten für den Fotoabend 1.500 digitale Aufnahmen. Die davon ausgewählten, am letzten Abend gezeigten und nun frei gegebenen 250 Bilder können im Internet schon jetzt unter www.nd-hersberg.de abgeholt und - entpackt - angesehen werden. Ende Dezember folgt dann dort, wie zu den Vorjahren, eine erweiterte, fertige Bilder-Galerie für 2019.

Schloss Hersberg, das Gästehaus der Pallottiner, war auch 2019 wieder der ideale Platz für die alten, mit über 70 erstaunlich jungen und reiselustigen Ferien-NDer. Die Wiederholung oder einen Neustart im Jahr 2020 vom Mittwoch 17. Juni bis zum Mittwoch 1. Juli 2020 bzw. im September 2021 empfiehlt auch Jochen Sonnenberg herzlich! Anmeldung an:

Hansjoachim und Doris Enste, Schlossbergstr. 14, 42659 Solingen, Tel.: 0212 / 41529; E-Mail: hj.enste(ät)freenet.de.

Angeregt auch von www.nd-hersberg.de gilt dann 2020: ND = NOCHMAL DABEI !
(Ablage: Kölner Spruchsammlung über die Bedeutung der Abkürzung ND).

 

(Dieser Artikel habe ich für den HIRSCHBERG geschrieben -  wegen dessen Umstellung erschien er dort aber nicht rechtzeitig                                                                    Werner Honal)